Liebe Leserinnen und Leser
In meinem letzten Blogeintrag
(http://lbbp1314.blogspot.ch/2014/05/ausbildung-fabe-teil-1.html) ging es um die Rahmenbedingungen der FABE’s. Heute gehe ich darauf ein, was
denn eine FABE in ihrem Betrieb können sollte.
Die Kinder in der Kita sind nicht
einfach nur da. Die FABE’s hoffen nicht einfach, dass der Tag möglichst rasch
und unkompliziert vorbei geht. Die Kinder erhalten in der Regel eine
altersgerechte und angepasste, individuelle Förderung in ihren jeweiligen
Entwicklungsaufgabe. Dies sind anspruchsvolle Aufgaben, die eine FABE zu
bewerkstelligen hat. Voraussetzung, damit diese Aufgabe übernommen werden kann
ist, dass die FABE ein fundiertes pädagogisches und psychologisches
Faktenwissen und, fast noch wichtiger, prozedurales Wissen aufweisen kann.
Darauf richtet sich die
Ausbildung an der Berufsfachschule natürlich aus. Neben allgemeinbildendem
Unterricht und Sport besuchen die angehende FABE’s eine Reihe an
berufskundlichen Fächern.
Ausgangslage dieser berufskundlichen Fächer sind Pädagogik,
Psychologie, Soziologie und ein wenig Betriebsmanagement. Die FABE’s lernen
einerseits die Grundlagen der Organisation und Handhabung eines Betriebes
respektive einer Kita, andererseits erhalten sie auch Einblick in das
Sozialsystem der Schweiz. Den Kern bilden aber pädagogische und psychologische
Themen. Entwicklungspsychologie ist dabei eines der Themen, die am Anfang der
Ausbildung stehen und den Grundstein für weitere Themen bilden. Die SuS müssen
erkennen, dass die Kinder in unterschiedlichen Altersstufen unterschiedliche
Aufgaben lösen müssen und ihnen dabei unterschiedliche Ressourcen zur Verfügung
stehen.
Einen detaillierten Lehrplan findet
man bei den entsprechenden Berufsfachschulen respektive beim Dachverband Savoir
Sovial unter http://savoirsocial.ch/grundbildung-fabe/schulerinnen-und-berufsinteressierte/ausbildung/bildungsplan-fabe-version-2011_d.
Insgesamt also leisten die FABE’s
in allen drei Fachrichtungen einen ausserordentlich wichtigen Beitrag für das
Wohl der Betreuten Personen. War der Beruf früher eher als „ein bisschen
aufpassen“ verschrien, ist die Ausbildung heute sehr professionell und die
Anforderungen der Gemeinden für die Zulassung und Betreibung einer sozialen
Einrichtung klar geregelt.
In diesem Sinne hoffe ich, dass
ich euch einen kleinen Einblick in das Leben einer FABE vermitteln konnte. Ich
denke, dass viele von uns evtl. einmal in Kontakt mit einer FABE kommen werden,
sei es durch das eigene Kind, das in eine Kita oder einen Hort geht, oder die
Eltern, die irgendwann einmal im Altersheim deponiert werden :)
Liebe Grüsse
S*
Lieber S*
AntwortenLöschenDu sprichst an, dass die Ausbildung von FABE Betreuungspersonen immer umfangreicher wird und ein grosses Wissen vor allem im pädagogischen und psychologischen Bereich vorhanden sein muss. Ich finde es bedeutsam, dass Betreuungspersonen von Kleinkindern über ein derartiges Wissen verfügen. Was ich aber eher erschreckend finde, ist, "dass die Kinder in unterschiedlichen Altersstufen unterschiedliche Aufgaben lösen müssen und ihnen dabei unterschiedliche Ressourcen zur Verfügung stehen". Das heisst, die Betreuungspersonen müssen den Kindern altersspezifische und -gerechte Aufgaben erteilen. Ich bin der Meinung, dass man ein Hintergrundwissen über die Entwicklung von Kindern haben soll und wissen sollte, in welcher Lebensphase welche Fähigkeiten und Fertigkeiten bei Kindern besonders ausgebildet werden, so dass man sie fördern kann. Jedoch darf es nicht sein, dass Kinder Aufgaben bewältigen sollen, als wären sie schon fast in der Schule. Sie sollten so oft wie möglich frei spielen können. Klar braucht es dafür geeignete Ressourcen, mit "Aufgabenlösen" hat es aber nichts zu tun.
Liebe Grüsse
Maria