Liebe Leserinnen und Leser
Jährlich veröffentlicht die
Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) den heiss
begehrten Bildungsbericht Schweiz, der das gesamte Bildungswesen der Schweiz unter
die Lupe nimmt. Der Bildungsbericht ist online auf der Seite der SKBF unter
folgendem Link einsehbar:
http://www.skbf-csre.ch/de/bildungsmonitoring/bildungsbericht-2014/
Die obligatorische Schulzeit ist
für uns eigentlich auch nicht ganz uninteressant, den wir wollen ja wissen wie
es um die Vorbildung der SuS steht, bevor diese in die Sekundarstufe II
übertreten. Jedoch möchte ich hier einige meiner Meinung nach spannende Aspekte
zur Sekundarstufe II hervorheben und nicht näher auf die Sekundarstufe I
eingehen.

Nach wie vor ist die berufliche
Grundbildung der am meisten besuchte nachobligatorische Bildungsgang, gefolgt
von den Gymnasien und abschliessend den fachmittelschulen. Insgesamt ist die
Abschlussquote auf der gesamten Sekundarstufe II im internationalen Vergleich
sehr hoch, wie folgende Abbildung aus dem Bildungsbericht 2014 (S. 111) zeigt:

Die Lernenden sind insgesamt sehr
zufrieden mit der Wahl ihrer Berufslehre. Dies zeigt die linke Grafik aus dem
Bildungsbericht 2014 (S. 128):
Die Zufriedenheit am Ende der
obligatorischen Schulzeit der Jugendlichen hängt davon ab, welche
Anschlusslösung gefunden worden ist. So sind jugendliche, welche eine
berufliche Grundbildung absolvieren zufriedener als Mautranden, diejenigen
Jugendlichen, die eine Zwischenlösung gefunden haben, diejenigen, die
Arbeitslos sind sowie der Durchschnittswert. Dies ist in der rechten Grafik
(ebd.) ersichtlich:

Ebenfalls interessant dünkt die
Einschätzung der Lehrbetriebe zum Nutzen der Ausbildung (Netto) über die
gesamte Lebensdauer: Vor allem Elektroinstallateure, Dentalassistenten, Male,
Zimmermann, Gärtner und Fachfrau Betreuung sind diejenigen Berufe, wo sich
gemäss Aussage der Lehrbetriebe die Ausbildung richtig lohnt. Weniger
Lohnenswert sind die Ausbildungen im Bereich Elektroniker und Elektrotechniker.
Die linke Abbildung aus dem Bildungsbericht (S. 134) zeigt weitere Einzelheiten:

Abschliessend noch ein Wort zur
Equity. Während die Mehrheit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit einer
beruflichen Grundbildung als besser und gleichgut beurteilen als mit einem
allgemeinbildenden Abschluss (Matura, Fachmittelschule, …), ist es beim
sozialen Ansehen gerade umgekehrt, wie in der rechten Abbildung aus dem
Bildungsbericht (S. 138) zu entnehmen ist:
Also, schaut unbedingt einmal in
diesen Bericht rein. Es lohnt sich!
Liebe Grüsse
S*
Den Bildungsbericht Schweiz 2014, hatte ich noch nicht in den Händen und bin daher sehr froh über die gute Zusammenfassung und den Link, den du am Anfang deines Artikels angegeben hast! Interessant gerade auch die Einschätzung der Lehrbetriebe zum Nutzen der Ausbildung (Netto) über die gesamte Lebensdauer. Sind doch gerade kleinere Betriebe immer wieder vor die Entscheidung gestellt: Ausbilden ja oder nein. Auch der Betrieb, den ich für meine Pech Kucha besucht stellt sich momentan diese Frage, hat er doch leider in der Vergangenheit schon schlechte Erfahrungen mit den Lernenden gemacht.
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