Donnerstag, 29. Mai 2014

Bildungsbericht Schweiz 2014



Liebe Leserinnen und Leser

Jährlich veröffentlicht die Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) den heiss begehrten Bildungsbericht Schweiz, der das gesamte Bildungswesen der Schweiz unter die Lupe nimmt. Der Bildungsbericht ist online auf der Seite der SKBF unter folgendem Link einsehbar:
http://www.skbf-csre.ch/de/bildungsmonitoring/bildungsbericht-2014/

Die obligatorische Schulzeit ist für uns eigentlich auch nicht ganz uninteressant, den wir wollen ja wissen wie es um die Vorbildung der SuS steht, bevor diese in die Sekundarstufe II übertreten. Jedoch möchte ich hier einige meiner Meinung nach spannende Aspekte zur Sekundarstufe II hervorheben und nicht näher auf die Sekundarstufe I eingehen.

Nach wie vor ist die berufliche Grundbildung der am meisten besuchte nachobligatorische Bildungsgang, gefolgt von den Gymnasien und abschliessend den fachmittelschulen. Insgesamt ist die Abschlussquote auf der gesamten Sekundarstufe II im internationalen Vergleich sehr hoch, wie folgende Abbildung aus dem Bildungsbericht 2014 (S. 111) zeigt:











Die Lernenden sind insgesamt sehr zufrieden mit der Wahl ihrer Berufslehre. Dies zeigt die linke Grafik aus dem Bildungsbericht 2014 (S. 128):
















 Die Zufriedenheit am Ende der obligatorischen Schulzeit der Jugendlichen hängt davon ab, welche Anschlusslösung gefunden worden ist. So sind jugendliche, welche eine berufliche Grundbildung absolvieren zufriedener als Mautranden, diejenigen Jugendlichen, die eine Zwischenlösung gefunden haben, diejenigen, die Arbeitslos sind sowie der Durchschnittswert. Dies ist in der rechten Grafik (ebd.) ersichtlich:





Ebenfalls interessant dünkt die Einschätzung der Lehrbetriebe zum Nutzen der Ausbildung (Netto) über die gesamte Lebensdauer: Vor allem Elektroinstallateure, Dentalassistenten, Male, Zimmermann, Gärtner und Fachfrau Betreuung sind diejenigen Berufe, wo sich gemäss Aussage der Lehrbetriebe die Ausbildung richtig lohnt. Weniger Lohnenswert sind die Ausbildungen im Bereich Elektroniker und Elektrotechniker. Die linke Abbildung aus dem Bildungsbericht (S. 134) zeigt weitere Einzelheiten:





Abschliessend noch ein Wort zur Equity. Während die Mehrheit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit einer beruflichen Grundbildung als besser und gleichgut beurteilen als mit einem allgemeinbildenden Abschluss (Matura, Fachmittelschule, …), ist es beim sozialen Ansehen gerade umgekehrt, wie in der rechten Abbildung aus dem Bildungsbericht (S. 138) zu entnehmen ist:



Also, schaut unbedingt einmal in diesen Bericht rein. Es lohnt sich!

Liebe Grüsse

S*

1 Kommentar:

  1. Den Bildungsbericht Schweiz 2014, hatte ich noch nicht in den Händen und bin daher sehr froh über die gute Zusammenfassung und den Link, den du am Anfang deines Artikels angegeben hast! Interessant gerade auch die Einschätzung der Lehrbetriebe zum Nutzen der Ausbildung (Netto) über die gesamte Lebensdauer. Sind doch gerade kleinere Betriebe immer wieder vor die Entscheidung gestellt: Ausbilden ja oder nein. Auch der Betrieb, den ich für meine Pech Kucha besucht stellt sich momentan diese Frage, hat er doch leider in der Vergangenheit schon schlechte Erfahrungen mit den Lernenden gemacht.

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